6. Lautrer Energieforum

Strom aus Erneuerbaren Energien

Energiewende eröffnet Chancen - Entwicklungspotenzial für Kommunen

Beim 6. Lautrer Energieforum am 12. März 2014 im Pressezentrum des 1. FCKs gingen Experten der Frage nach, wie Strom aus erneuerbaren Energien gespeichert werden kann.

Die erneuerbaren Energien sind auf dem Vormarsch. Bis 2025 wird ihr Anteil an der Stromerzeugung bei 40 bis 45 Prozent liegen. 2030 soll der Strombedarf zu 55 bis 60 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Die Natur beschenkt uns reichlich, wir brauchen nur die richtigen Werkzeuge, um diese Geschenke für uns nutzbar zu machen. Photovoltaik- und Windkraftanlagen fahren eine reiche Ernte ein. 

Power-to-Gas-Technologie

Da Wind und Sonne uns nicht jederzeit zur Verfügung stehen, gilt es, Schwankungen in der Erzeugung auszugleichen. Einerseits, um eine stetige Versorgung zu sichern und anderseits, um die Netzstabilität zu gewährleisten. Will man Anlagen nicht phasenweise abschalten, so braucht man Speichermöglichkeiten für den Strom aus erneuerbaren Energien.
Eine Möglichkeit bietet die Power-to-Gas-Technologie. Hinter diesem Stichwort verbirgt sich die Idee, Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff oder Methan umzuwandeln und im Erdgasnetz zu speichern. Eine Alternative hierzu sind heute schon verschiedene Batteriesysteme. 

Pilotprojekt der Thügagruppe

Jakob Brendli, Thüga AG, München, beleuchtete die Power-to-Gas-Technologie. Der Speicherbedarf könnte bis 2050 über 50 Terawattstunden (TWh) betragen. Nur chemische Langzeitspeicher können elektrische Energie im TWh-Bereich aufnehmen. Die Umwandlung von Strom zu Gas biete viele Vorteile. Infrastruktur und Speicher seien bereits vorhanden, die Technologie sei bekannt. Was fehle, sei die Praxiserprobung. 

Er stellte ein Pilotprojekt der Thügagruppe vor, bei dem 13 Unternehmen gemeinsam in die Strom-zu-Gas-Speichertechnologie investieren. Ende November 2013 habe die Anlage in Frankfurt am Main erstmals im Probebetrieb Wasserstoff in das Frankfurter Gasverteilnetz eingespeist. Bestehe die Anlage den Praxistest, könne unser Gasnetz die Batterie von Morgen sein.

Beitrag zum Klimaschutz

Dr. Peter Missal, Geschäftsführer der e-rp GmbH Alzey, ging der Frage nach, unter welchen Bedingungen die Umwandlung von Strom in synthetisches Gas wirtschaftlich betrieben werden kann. Entscheidend würden sich Investitionskosten, Nutzungsdauer und die Auslastung der Anlagen  auf die Wirtschaftlichkeit auswirken. 

Aus heutiger Sicht seien die Anlagen unrentabel. Doch das könne sich schnell ändern, wenn die Kosten sinken und die Volllastzeiten steigen. Nicht vergessen dürfe man auch, dass Power-to-Gas-Anlagen ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz seien, da sie klimaneutral arbeiten. Außerdem müssten sich die politischen Rahmenbedingungen so gestalten, dass ein Anreiz geschaffen werde.

Speicherung in Batterien

Jürgen Heller, von der NextGen Technologies & Innovations, präsentierte mit der Redox-Flow-Batterie eine Möglichkeit, schon heute Strom aus erneuerbaren Energien zu speichern. Es handele sich um Batterien, die mit dem Netz kommunizieren und als Mittelfristspeicher fungieren können. Dabei könnten sie Spitzen abfangen und Netzengpässe ausgleichen.

Das Einsatzfeld reiche vom Einfamilienhaus über Gewerbe- und Industriebetriebe bis hin zu Energieversorgern. Redox-Flow-Batterien speichern elektrische Energie in chemischen Verbindungen, den flüssigen Elektrolyten, nahezu ohne Verluste. Die Technik sei einfach und gut skalierbar. Jetzt gehe es um die Kostenreduzierung und die Steigerung der Gesamtleistung.

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