Grundwasser­bewirtschaftungs­konzept

Nachhaltigkeit

Grundwasser­bewirtschaftungs­konzept

Integriertes Grundwasser­bewirtschaftungs­konzept 2040 für den Raum Kaiserslautern

Grundwasserbewirtschaftungsraum

Der Grundwasserbewirtschaftungsraum Kaiserslautern liegt am Nordrand des Pfälzerwaldes, dem größten zusammenhängende Waldgebiet in Deutschland. Es ist nicht verwunderlich, dass sich unter ihm gleichzeitig eines der größten Grundwasservorkommen in Rheinland-Pfalz befindet. Der Pfälzerwald dient nicht nur seinen Bewohnern mit frischem Trinkwasser, sondern über Verbundleitungen auch der Bevölkerung in regionalen Grundwassermangelgebieten, was angesichts der mittlerweile wahrnehmbaren Klimaänderung an Bedeutung gewonnen hat.

Trinkwasser für die Region

Bereits die Auswirkungen der Trockenperiode 2003 bis 2006 auf den Grundwasserhaushalt und auf den Mehrverbrauch veranlassten die Stadtwerke Kaiserslautern (SWK) und der Wasserzweckverband "Westpfalz" (ZWW) gemeinsam mit den Fach- und Genehmigungsbehörden, der Stadt Kaiserslautern und Fachbüros einen Arbeitskreis ins Leben zu rufen. Ziel war es, ein Zukunftskonzept zu erarbeiten, das die Trinkwasserversorgung durch eine zukunftssichere, ökologisch sinnvolle und ökonomisch vertretbare Bewirtschaftung der Ressource Grundwasser sicherstellt und nachhaltig gestaltet. 

Moosalbspring in Kaiserslautern mit klarer Quelle, umgeben von grünem Wald und steinernen Wasserrinnen.

Das „Grundwasserbewirtschaftungskonzept Raum KL 2030“ wurde 2010 veröffentlicht und diente seither für die Akteure als Leitfaden zur Grundwasserbewirtschaftung.

Angesichts der spürbaren und messbaren Auswirkungen des Klimawandels und der Bevölkerungsentwicklung war es erforderlich, das bisherige Bewirtschaftungskonzept zu überprüfen und anzupassen. Das jetzt vorliegende „Integrierte Grundwasserbewirtschaftungskonzept 2040 Raum Kaiserslautern“ (iGwB 2040) soll für die nächsten 20 Jahre als Handbuch und Leitfaden für eine verträgliche, leistungsfähige und resiliente Wasserversorgung dienen.

Grundlagen

Bei der Erarbeitung des GwB 2030 wurden geologischen und hydrologischen Gegebenheiten aufgearbeitet und darauf basierend ein Hydrogeologisches Modell erstellt. Bis heute werden regelmäßig neue Daten im Rahmen des hydrologischen und ökologischen Monitorings erhoben und bei Bedarf gezielte Untersuchungen sowie Anpassungen durchgeführt.

 

Ergänzend mit den landesweit erhobenen Daten zu den klimatischen Entwicklungen liegen umfangreiche und detaillierte Grundlagen für die Erarbeitung des iGwB 2040 vor. Hiermit wurden die Bilanzierungen der einzelnen Wassergewinnungsgebiete aktualisiert, das Grundwasserdargebot neu ermittelt und für die Zukunft prognostiziert. Gleichzeitig wurde der künftige Wasserbedarf anhand der zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung und der künftigen Klimabedingungen prognostiziert.

 

Durchschnittliche Quellschüttung der Lauterspring in KL-Ost von 1995 bis 2022 mit markierten Zeitabschnitten und Schwellenwerten von Stadtwerke Kaiserslautern.

Ergebnisse

Klimatische Wasserbilanz an Station Morlautern von 2008 bis 2020 mit fallendem Trend von –22 mm/Jahr, negativen und positiven Bilanzjahren.

Die Klimaveränderungen sind deutlich erkennbar. Die Entwicklung des Jahresniederschlags zeigt in den letzten zehn Jahren einen leicht zurückgehenden Trend, während die durchschnittliche Jahrestemperatur im Gegenzug einen deutlich steigenden Trend zeigt. Dies führt auch zu fallenden Grundwasserständen, einem Rückgang der Schüttung der Lauterspringquelle und einem verringerten Abfluss der Oberflächengewässer.

Die Prognoseberechnungen für den künftigen Wasserbedarf 2040 weisen eine Menge aus, die etwa dem Bedarf des Trockenjahres 2020 entspricht. Für dieses Basis-Szenario ist eine Deckung mit einem geringen Bewirtschaftungspotenzial gewährleistet. Ein etwaiges Wachstum in der Region mit einem gesteigerten Bedarf kann derzeit nicht gedeckt werden.

 

Eine Versorgung der Bürger mit Trinkwasser ist also auch für die Zukunft gegeben. Allerdings besteht vor dem Hintergrund nicht auszuschließender nachteiliger Klimaveränderungen oder steigendem Bedarf Handlungsbedarf.

Ausblick 2040 - Empfehlungen

Die Klimaveränderungen sind deutlich erkennbar. Die Entwicklung des Jahresniederschlags zeigt in den letzten zehn Jahren einen leicht zurückgehenden Trend, während die durchschnittliche Jahrestemperatur im Gegenzug einen deutlich steigenden Trend zeigt. Dies führt auch zu fallenden Grundwasserständen, einem Rückgang der Schüttung der Lauterspringquelle und einem verringerten Abfluss der Oberflächengewässer.

 

Die Prognoseberechnungen für den künftigen Wasserbedarf 2040 weisen eine Menge aus, die etwa dem Bedarf des Trockenjahres 2020 entspricht. Für dieses Basis-Szenario ist eine Deckung mit einem geringen Bewirtschaftungspotenzial gewährleistet. Ein etwaiges Wachstum in der Region mit einem gesteigerten Bedarf kann derzeit nicht gedeckt werden.

Eine Versorgung der Bürger mit Trinkwasser ist also auch für die Zukunft gegeben. Allerdings besteht vor dem Hintergrund nicht auszuschließender nachteiliger Klimaveränderungen oder steigendem Bedarf Handlungsbedarf.

Grüner Teich mit Wasserpflanzen und umgeben von Bäumen und Gras, natürliche Wasserqualität der Stadtwerke Kaiserslautern.

Überprüfung & ggf. Wiederinbetriebnahme stillgelegter Gewinnungsanlagen

Optimierung techn. Ausrüstung von Brunnen, Wasserwerken & Hochbehältern

Prüfen von Erweiterungsmöglichkeiten des Wasser-Verbundsystems

Prüfung potenzieller neuer Brunnenstandorte 

Entwicklung von Anpassungsstrategien an den Klimawandel

Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zur Schaffung eines neuen „Wasserbewusstseins“ 

Sie möchten mehr Details?

Gerne stellen wir Ihnen auch die umfangreiche Version des "Integrierten Grundwasserbewirtschaftungskonzepts 2040" zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns einfach unter igwb2040@swk-kl.de

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