Im Mai 2024 beschloss der Stadtrat von Kaiserslautern einen neuen Nahverkehrsplan. Ziel der Planer und Politiker war, den Nahverkehr in Kaiserslautern spürbar auszubauen. Der Startschuss für das neue Konzept fällt im Mai, im Jubiläumsjahr 750 Jahre Kaiserslautern. Auf Basis des städtischen Nahverkehrsplans wird das Angebot ab dem 3. Mai 2026 um rund 10 Prozent – das sind rund 300.000 Nutzwagenkilometer - erweitert. Die Realisierung übernimmt die SWK Verkehrs-AG im Rahmen ihrer Beauftragung durch die Stadt Kaiserslautern. Die kommunalen Verkehrsbetriebe wurden erst im Oktober 2025 für weitere 15 Jahre mit den Verkehrsleistungen in der Stadt beauftragt.
Dr. Arvid Blume, Vorstand, erklärt: „Der Start des neuen Nahverkehrskonzeptes sowie die Fertigstellung der neuen Stadtmitte sind wichtige Schritte für die Zukunft unserer Mobilität in Kaiserslautern. Gerade im Jubiläumsjahr der Stadt ist das ein tolles Zeichen für Kaiserslautern.“
„Die Arbeiten für den anstehenden Fahrplanwechsel laufen auf Hochtouren. Wichtig ist, die Fahrpläne sind nicht in Stein gemeißelt, wir wollen erste Erfahrungen sammeln und schauen, ob und wo wir noch nachbessern müssen. Auch die Umsetzung weiterer Maßnahmen aus dem Nahverkehrsplan stehen in Zukunft noch an. Dafür muss aber zunächst die Finanzierung gesichert sein.“, ergänzt Boris Flesch, Bereichsleiter der SWK Verkehrs-AG.
Das ändert sich für die Fahrgäste |Die Linie 101 wird künftig nicht mehr nach Hohenecken fahren. Die Anfahrt zu dem nordwestlichen Ortsteil wird von der Linie 111 übernommen. Sie verkehrt nun im regelmäßigen Halbstundentakt, abwechselnd über die nördliche Burgherrenstraße oder über den Unterwald.
Bei der Linie 102 wird von Montag bis Freitag zwischen 7:30 Uhr und 20:00 Uhr der gesamte Fahrplan um 8 Minuten gedreht. Die Abfahrtzeiten ab Stadtmitte sind dann zu den Minuten 08, 23 38 und 53. In Überlagerung mit den Linien 105, 107 und 115 entsteht somit zwischen Stadtmitte und Hauptbahnhof ein 7,5-Minutentakt.
Die Linienwege auf dem Betzenberg werden harmonisiert, der Weg über die Barbarossastraße gewinnt an Bedeutung. Ab dem Hauptbahnhof fahren die Busse nicht mehr über die Richard-Wagner-, sondern über die Rudolf-Breitscheid-Straße und den Pfaffplatz zur Haltestelle am Schillerplatz. Das verbessert auch die Anbindung des Klinikums an den Hauptbahnhof.
Die Dansenberger dürfen sich freuen: Das ÖPNV-Angebot wird erheblich verbessert. Die Linie 103 fährt weiterhin nicht direkt zum Hauptbahnhof. „Im Moment sprechen noch viele Gründe dagegen“, so Flesch. In der Königstraße kommt es durch die Überlagerung mit der Linie 111 tagsüber zu einem gleichmäßigen 15-Minuten-Takt.
Neu ist die Linienführung über den Hochschulcampus. Die Linien 105 und 107 biegen stadteinwärts an der Kammgarn rechts ab und halten dann an der neuen Haltestelle Hochschule Mensa.
Von dort aus fahren die Busse über die neue Haltestelle Mühlstraße geradeaus bis zum Fackelbrunnen. Um diesen Linienweg fahren zu können, wurde zuletzt der Straßenraum in der Burgstraße, Höhe Gymnasium, neu aufgeteilt und asphaltiert. Nur Linienbusse dürfen jetzt hier zusammen mit dem Radverkehr in östliche Richtung fahren.
Der Fahrplanwechsel beschert auch den Mölschbachern eine deutliche Fahrplanausweitung. Das Angebot steigt um 27 Prozent. Die Linie 106 fährt ab dem 3. Mai immer über den Hauptbahnhof und endet dort formell auch zu den Normalverkehrszeiten. Fahrgäste, die zur Stadtmitte wollen, können aber sitzen bleiben: Der Bus fährt weiter als Linie 109 über die Maxstraße bis nach Otterberg. „Diese Linien-verknüpfung bringt auch betriebliche Synergien mit sich“, betont Flesch.
Einen komplett neuen Linienast bekommt die Linie 117. Der Bus startet am Schillerplatz, fährt weiterhin über den Hertelsbrunnenring in den PRE-Park. Er endet aber schließlich nicht wie bisher am Hauptbahnhof, sondern fährt nun weiter über die Königstraße bis zur Endhaltestelle auf dem Bännjerrück.
Die Regionalbusse, die während den Bauarbeiten in die Burgstraße verlegt wurden, halten ab dem 3. Mai wieder wie zuvor in der Maxstraße.
